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Feinstaub aus Holzfeuerungen

Neben den Sektoren Verkehr und Industrie beeinträchtigt im Winter vor allem der Hausbrand die Luftqualität in Tirol. Besonders bei Inversionswetterlagen reichert sich die Luft mit Schadstoffen an. Durch die vielen Holzheizungen ist die Luftqualität speziell auch in ländlichen Gemeinden stark beeinträchtigt.

Vor allem die Belastung durch Feinstaub wird mit unsachgemäß betriebenen Holzfeuerungsanlagen in Zusammenhang gebracht. So belegen verschiedene Studien, dass die Feinstaubbelastung stärker als bisher angenommen von Einzelfeuerungen mit Holz ausgeht. Mit einem sachgemäßen Betrieb und der Verwendung hochwertigen Brennmaterials kann jede/-r Einzelne/-r zur Verbesserung der Luftqualität in Tirol beitragen.

Verursacher der Feinstaubbelastung
Eine Auswertung des Umweltbundesamtes zur Feinstaubbelastung in Tirol ordnet neben den größten Sektoren Verkehr und Industrie dem Kleinverbrauch, in dem der Hausbrand enthalten ist etwa ein Viertel der Gesamt-Emissionen zu. In absoluten Zahlen kommen rund 722 Tonnen Feinstaub (PM10) aus dem Kleinverbrauch - hier wiederum stammt der überwiegende Teil der Emissionen aus Einzelfeuerungen mit Holz. Als ursächlich werden unvollständige Verbrennung von Holz und alte funktionsuntüchtige Öfen genannt.

Grafik 1: PM10-Emissionen Tirols 2012 nach Sektoren in [%]

Quelle: Umweltbundesamt, Bundesländer Luftschadstoff-Inventur 1990-2012, Wien 2014.

Feinstaub ist gefährlich
Die Wirkung von Stäuben auf die menschliche Gesundheit wird entscheidend beeinflusst von der Form, Größe und Zusammensetzung der Staubteilchen. Problematisch sind vor allem die kleinen Feinstaubteilchen (PM10) bzw. Feinststaub (PM2,5), weil sie von den oberen Atemwegen nicht zurückgehalten werden können und so tief in die Lunge eindringen.

Entwicklung der Feinstaubbelastung
Die Gesamtmenge der Feinstaubbelastung nimmt seit 2005 im Trend leicht ab. Allerdings bildet bei den Verursachern der Sektor Kleinverbrauch nahezu eine Konstante. Das bedeutet, dass beim Hausbrand in Bezug auf die Schadstoffreduktion weiterhin großer Handlungsbedarf besteht.

Grafik 2: PM10-Emissionen Tirols gesamt und nach Sektoren von 2000-2013

Quelle: Umweltbundesamt, Bundesländer Luftschadstoff-Inventur 1990-2013, Wien 2015.

Feinstaub-Überschreitungen in Tirol
Im "Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L)" ist für Feinstaub (PM10) eine Überschreitung des Tagesmittelwerts von 50 µg/m3 nur mehr an 25 Tagen im Jahr zulässig. 2013 wurde diese Tagesanzahl in Tirol an einer Messstelle erreicht, und zwar in Innsbruck in der Andechsstraße.

Ergebnisse der Auswertungen 2013 für PM10

MessstelleJMWMax. TMWAnzahl der Tage
mit TMW > 50 μg/m³
HEITERWANG/Ort/B 17913671
IMST/A1218723
INNSBRUCK/Andechsstraße*218525
INNSBRUCK/Fallmerayerstraße*20639
MUTTERS/Gärberbach-A1321708
HALL/Sportplatz*248315
VOMP/Raststätte A12*20676
VOMP/An der Leiten20676
BRIXLEGG/Innweg*228122
WÖRGL/Stelzhamerstraße20869
KUFSTEIN/Praxmarerstraße17897
LIENZ/Amlacherkreuzung*20638

*Ergebnisse mittels gravimetrischer Messmethode

Quelle: Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Waldschutz, Jahresbericht 2013, Innsbruck 2014.

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